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Freitod - Weblog zum Selbstmord [mit unsäglich origineller GIF-Animation] |
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Samstag, 12. Oktober 2002
Japanische Regeln Denk lieber an das, was der Mühe wert ist, an deinen Nachruhm. Er wird glänzend, wenn du dich tötest, und deine Angehörigen werden stolz auf dich sein. In der Familiennische des Bestattungstempels erhälst du einen Vorzugsplatz: Das ist das Höchste, was der Mensch erhoffen kann. (...) Wenn wir die Lust mißachten, dann nicht aus Puritanismus. Dieser amerikanische Wahn liegt uns fern. Nein, die Lust zu meiden ist deshalb, weil sie uns den Schweiß hervortreibt. Nichts ist schändlicher, als zu schwitzen. Wenn du mit vollen Backen deine Schale kochendheißer Nudeln verschlingst, wenn du dich der Raserei des Geschlechts hingibst, wenn du den Winter dösend am warmen Ofen verbringst, wirst du schwitzen. Und niemand wird mehr bezweifeln, daß du eine ordinäre Person bist. Zögere daher nicht zwischen der Selbsttötung und dem Schwitzen! Das eigene Blut zu vergießen verdient Bewunderung, Schweiß zu vergießen Verachtung. Wenn du dir den Tod gibst, schwitzt du nie wieder, und deine Beklemmung hat für all Ewigkeit ein Ende. (Amelie Nothomb: Mit Staunen und Zittern, S. 84f.)
Dostoevskij,
12.10.02, 00:36 ,
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Dienstag, 8. Oktober 2002
Kirchen-TV Kirchen-TV: Bruder Paulus greift in einem Clip der Sendung "So gesehen" das Thema Selbstmord auf.
Dostoevskij,
08.10.02, 04:16 ,
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Samstag, 21. September 2002
Abhängigkeiten Britische und australische Forscher behaupten, dass unter einer konservativen Regierung die Selbstmordrate in der Bevölkerung ansteigt. Richard Taylor und seine Kollegen von der University of Sidney fanden heraus, dass die Suizidrate im australischen Bundesstaat New South Wales am niedrigsten lag, wenn gleichzeitig die Bundes- und die Landesregierung von der links orientierten Labour-Partei gestellt wurde. Waren beide Regierungen jedoch konservativ, stieg bei Männern die Selbstmordrate um 17 Prozent, bei Frauen sogar um 40 Prozent an. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt das Forscherteam von Mary Shaw von der University of Bristol: Demnach gab es in Großbritannien im 20. Jahrhundert unter konservativen Regierungen, wie von Harold MacMillan (1961-1965) oder Margaret Thatcher (1981-1990), insgesamt etwa 35 000 mehr Selbstmorde als unter den Labour-Administrationen wie von David Lloyd George (1916-1920) oder Tony Blair. Pro Regierungstag der Konservativen hätte es demnach im Durchschnitt einen Selbstmordfall mehr als unter Labour gegeben. Quelle: Journal of Epidemiology and Community Health 56(10): 723-725 (2002) Journal of Epidemiology and Community Health 56(10): 766-772 (2002)
Dostoevskij,
21.09.02, 08:57 ,
Freitag, 20. September 2002
Erdmanns "Der Selbstmörder" Artikel über eine aktuelle Inzenierung von Nikolai Erdmans Komödie "Der Selbstmörder" (1928)
Dostoevskij,
20.09.02, 09:45 ,
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Mittwoch, 11. September 2002
Schau dir in die Augen, Kleines Eine Japanische Eisenbahngesellschaft versucht mit großen Spiegeln, Suizid-Willige von ihrer Absicht abzubringen: Trains brightened up in effort to stem suicides By MICHAEL MILLETT, Herald Correspondent in TokyoQuelle: The Sidney Morning Herald (smh.com.au), 11. Mai 2002; Text gratis nur noch im Google-Archiv.
bov,
11.09.02, 11:38 ,
Prophylaxe
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Freitag, 6. September 2002
Tod durch eigene Handlung Jeder Tod ist privat: Das Wort "Selbstmord" soll in England abgeschafft werden.
Dostoevskij,
06.09.02, 01:36 ,
Sonntag, 18. August 2002
Coelho (1) Sie hielt sich für einen vollkommen normalen Menschen. Ihr Entschluß zu sterben hatte zwei einfache Gründe, und sicher würden viele Menschen sie verstehen, wenn sie sie in einer entsprechenden Erklärung darlegte. Der erste Grund war: Ihr Leben verlief gleichförmig, und wenn die Jugend erst einmal vorbei war, würde es nur noch abwärtsgehen, sie würde altern, krank werden, Freunde verlieren. Letztlich würde Weiterleben nichts bringen, vermutlich nur mehr Leiden. Der zweite Grund war: Veronika las die Zeitungen, sah fern und wußte, was in der Welt geschah. Nichts war so, wie es sein sollte, und sie konnte nichts dagegen tun. Und das gab ihr ein Gefühl vollkommener Ohnmacht. (Paulo Coelho: Veronika beschließt zu sterben, S. 13f.)
Dostoevskij,
18.08.02, 11:36 ,
Belletristik
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Montag, 12. August 2002
Spektakulärer Suizid Thailänderin ließ sich von Krokodilen zerreißen: hier
Dostoevskij,
12.08.02, 06:19 ,
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Mittwoch, 7. August 2002
Sati oder nicht? Bei der traditionellen Verbrennung eines Leichnams in Indien hat sich die Witwe des Verstorbenen auf dem Scheiterhaufen getötet. Unklar ist, ob sie Selbstmord beging oder gezwungen wurde. - Möglicherweise wurde die 65-Jährige von Nachbarn oder Angehörigen gezwungen, sich auf den Holzstoß zu setzen, in dem die Leiche ihres Mannes verbrannt wurde. Das berichtete die Zeitung "Hindustan Times" am Mittwoch. Für diese Version spricht, dass die Polizei, die versucht hatte, die Frau zu retten, von tausend Menschen mit Steinwürfen vertrieben wurde. Zwar ist "Sati", die Selbstverbrennung von Witwen, seit knapp 200 Jahren verboten. Immer wieder kommt es aber auch heute noch zu solchen Selbstmorden. Grund dafür ist, dass Witwen oft fürchten, nach dem Tod ihres Mannes von der Familie vernachlässigt zu werden. Zudem werden Frauen, die Sati begehen, von vielen Hindus als heilig verehrt, und die Dörfer, in denen sie sterben, entwickeln sich oft zu Wallfahrtsorten. [Quelle]
Dostoevskij,
07.08.02, 23:42 ,
Burger: Schuß auf die Kanzel Der Suizidant wählt in der Nacht die Nacht, er verhält sich, der Logik des Todes entsprechend, tautologisch. Er hat den Absprung getan, er befindet sich im Schwarzen Kabinett, wo sich keine Regung mehr vom tödlichen Hintergrund abhebt. Er ist der einzige, der von sich sagen kann: ich bin gestorben. Er erlebt den Tod dreidimensional, indem er tötet, ermordet und stirbt. (Hermann Burger: Der Schuß auf die Kanzel, S. 176)
Dostoevskij,
07.08.02, 20:36 ,
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Dienstag, 6. August 2002
erneut: "Todessehnsucht im Netz"
tOrStEn,
06.08.02, 11:05 ,
Verschiedenes
Freitag, 2. August 2002
Scheiss FPÖ Generation ohne Hoffnung
mv,
02.08.02, 09:07 ,
Verschiedenes
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Donnerstag, 1. August 2002
Selbstmordkandidat war ein Künstler Solingen (rpo). Als ein 39-jähriger Künstler auf der höchsten Eisenbahnbrücke barfuß herumturnte, sah der Bundesgrenzschutz rot: Er hielt den Mann für einen Selbstmord-Kandidaten und nahm ihn kurzerhand fest. Dabei wollte der leicht Bekleidete die 107 Meter hohe Brücke angeblich nur als Klangkörper testen. Der Festgenommene zeigte sich aber alles andere als lebensmüde: Er sei freischaffender Künstler und habe die Brücke als Klangkörper testen und erleben wollen, erklärte der Nachtschwärmer den verdutzten Beamten. Offenbar zweifelten die Polizisten an den Ausführungen des Mannes: Die Beamten hätten sich die "künstlerische Freiheit" genommen, den Mann in Gewahrsam zu nehmen, berichtete der BGS- Sprecher. Die Müngsener Brücke zwischen Solingen und Remscheid zieht regelmäßig Lebensmüde an. (Quelle)
Dostoevskij,
01.08.02, 01:52 ,
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Geklaut beim Salbader
Hinweis in eigener Sache Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt. Suchen Sie Erste Hilfe, ob selbst oder für eine Freundin oder einen Freund dann probieren Sie diesen Link oder diesen Link (Österreich) aus oder diesen pragmatischen Hinweis: "Nur nicht heute."
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Entweder oder "Also wollen wir
jetzt einmal festhalten: ein Suizid geschieht entweder geplant oder im...
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