Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 


Marcel Reich-Ranicki über den Suizid:

"Selbstmörder wählen den Tod, weil er für sie das kleinere Übel ist als ein unerträgliches Dasein."

Und unmittelbar davor:

"Es gibt Menschen, die sich selbst töten, wie Kleist, Tucholsky, Hemingway. Sie wollen nicht mehr leben. Aber ich bezweifle, dass sie mit dem Tod fertiggeworden sind. Sich mit dem Tod auszusöhnen ist unmöglich."

"Letztes Gespräch mit Marcel Reich-Ranicki" von Uwe Wittstock für focus.de.


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Vorbereitet sein

Ich bin dermaßen müde und schwach, daß ich nur noch selten auf die Straße gehe, bei jedem Schritt muß ich befürchten hinzufallen. Aber noch gehe ich. Lang hinschlagen, damit ich den diplomierten Abdeckern, den Ärzten, in die Hände falle, das verschiebe ich noch. Es ist nicht sicher, daß ich handlungsfähig bin, wenn der Augenblick kommt, da ich handeln muß. Wenn sich meine Augen so verschlechtern, werde ich dann noch die Pistole im Nachttisch finden? (...) Auf der Straße ein paar Schritte, und mir schwindelt. Wenn ich stürze und ins Krankenhaus komme, kann ich die Pistole nicht benutzen. Ein ernsthaftes Problem. (Sandor Marai: Tagebücher 1984-1989)


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Drogen, vorletzte Station.

"... Ein paar Tage nach seiner Entlassung wurde ich auf eine Zeitungsnotiz aufmerksam. Tod eines Drogensüchtigen, Überdosis. "Passiert" war ihm das wohl kaum, obwohl: Vielleicht war sein Desinteresse schon so groß, dass selbst das möglich war. ..."

dram.antville.org


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Der Tod ist keine schöne Sache.


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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Zuletzt aktualisiert: 07.10.2017, 17:47 Uhr
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