Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 
Freitag, 12. Mai 2017


Geli Raubal,

Hitlers Nichte und dessen Lebensabschnittsgefährtin. Laut Wikipedia ist der Suizid gesicherte Tatsache - nichtsdestotrotz und sicherlich weniger gesichert wird er vielfach unter heftigen Spekulationen bezweifelt (oder noch heftiger etwa hier (Simon Tomlison für mail-online, uk, 07.03./07.04.2016).


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Montag, 8. Mai 2017


About a Girl

- das Leben steckt voller Überraschungen (Seite des Films mit Trailer):

"Charleen (Jasna Fritzi Bauer), fünfzehndreiviertel, hört bevorzugt Musik von toten Leuten und fragt sich manchmal, warum alles so kompliziert sein muss. Sie hat null Bock auf Familie, Schule und erst recht nicht auf die üblichen Mädchengespräche über Jungs und Mode mit ihrer besten Freundin Isa (Amélie Plaas-Link). Mehr aus Trotz und einer Laune heraus beschließt Charleen eines Tages, sich umzubringen. Doch ausgerechnet in diesem Moment klingelt ihr Handy und statt im Jenseits landet sie im Krankenhaus. Ihre Mutter Sabine (Heike Makatsch) darf sie nur mit nach Hause nehmen, wenn Charleen verspricht, einen Psychotherapeuten (Nikolaus Frei) aufzusuchen. Zu ihrer Überraschung trifft sie dort im Wartezimmer auf Linus (Sandro Lohmann), den größten Streber ihrer Klasse. Linus ist zwar ein etwas seltsamer Typ, aber heitert Charleens pessimistische Weltsicht auf. Die Liebe erwischt Charleen unverhofft und auf dem falschen Fuß. Und zu ihrer eigenen Überraschung muss sie feststellen, dass das Leben auch richtig Spaß machen kann."

Noch bis Mittwoch, 17.05.2017, in der Mediathek im Ersten.

Im Übrigen die Daten zum Film bei Wikipedia.


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Freitag, 28. April 2017


13 Reasons Why

bzw. "Tote Mädchen lügen nicht" - ist eine US-Fernsehserie,

die auf einem Roman von Jay Asher basiert und aktuell Schlagzeilen macht.

Vor allem wegen der Selbstmordszene, die außerordentlich detailliert und realistisch das Aufschneiden der Pulsadern zeigt und über die üblichen Videoportale praktisch unbegrenzt öffentlich geteilt wird.

Dabei nehmen die Filmemacher offensichtlich den Werther-Effekt bewusst in Kauf. Goethe konnte man noch damit entschuldigen, dass er die Folgen noch nicht absehen konnte...

Nicht zuletzt wird man darüber streiten dürfen, ob die Romanlinie eines "Wer ist schuld? - Alle!" das Problem überhaupt sinnvoll und hilfreich angeht.


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Donnerstag, 27. April 2017


"There are websites that promote suicide.

That’s not okay."

Ein Beitrag von Nathaniel P. Morris für die Washington Post zur aktuellen Entwicklung/Vermehrung von Websites, die konkrete Suizidtechniken vermitteln und teils sogar propagieren - und zur Diskussion und zu Gesetzesinitiativen in den USA um die Grenzen.

Eine überfällige Diskussion, nicht nur angesichts des wohl unbestrittenen Werther-Effekts, die freilich noch nicht sehr differenziert geführt wird. Tatsächlich sind es oft die Kommentatoren, die wesentliche Aspekte aufmachen, etwa den, wie nicht nur die kurzfristige, sondern vor allem die mittelfristige Perspektive eines potentiellen Suizidenten aussieht: Die Frage, ob eine unheilbar leidende Person ihrem Leben ein Ende setzt, dürfte wohl anders zu beantworten sein wie diejenige, ob einem Teenager in einer Lebenskrise diese vermeintliche "Lösung" erleichtert (statt ihm über die Krise - wenn auch erst einmal nur kurzfristig - hinweggeholfen) werden sollte.


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Mittwoch, 26. April 2017


Digitaler Nachlass

und seine Reichweite sind Gegenstand eines aktuellen Rechtsstreits der Eltern einer auf Bahngleisen zu Tode gekommenen 15-Jährigen mit facebook, der zum Stand heute zwar erstinstanzlich zu Gunsten der Eltern entschieden wurde, in zweiter Instanz aber derzeit noch nicht abgeschlossen ist.

Spiegel-Online, 25.04.2017 unter Bezug auf dpa.


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Sonntag, 23. April 2017


Eva May (1902-1924) - Schauspielerin

"Die hochtalentierte, aber launenhafte Eva May überwarf sich mehrmals mit ihren Eltern. Sie war die Verlobte von Rudolf Sieber, bis dieser seine zukünftige Frau Marlene Dietrich kennenlernte. Daraufhin versuchte Eva May sich im Jahr 1923 das Leben zu nehmen, indem sie sich die Pulsadern öffnete.

Nachdem sie sich vergeblich bemüht hatte, ihren Vetter, den Patronenfabrikanten Fritz Mandl – der später mit Hedy Lamarr eine andere Schauspielerin heiratete – zu heiraten, erschoss sie sich. Nach ihrem Tod drehte ihre Mutter Mia May keinen Film mehr."

Wikipedia, Stand heute.


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Samstag, 15. April 2017


ZDF Herzkino:

Chaos-Queens: Für jede Lösung ein Problem - nach dem gleichnamigen Roman von Kerstin Gier:

"Gerri hat endgültig die Nase voll vom Leben. Irgendwie scheint das Glück an ihr vorbeizuziehen. Mit Mitte 30 ist sie immer noch Single, und das, obwohl sie mehrfach versucht hat, via Partnervermittlungen den Richtigen an Land zu ziehen. Dafür schwebt ihre beste Freundin Charly bereits auf Level 2 der Glückseligkeit, denn sie ist schwanger. Als Gerri dann auch noch ihren heißgeliebten Job verliert - Gerri schreibt Arztromane, die nach einer Verlagsübernahme eingestellt werden - ist das Maß voll. Schlaftabletten und Wodka sollen ihr helfen, diese öde Welt zu verlassen.

Vorher aber rechnet Gerri ab. In diversen Abschiedsbriefen sagt sie allen endlich mal so richtig die Meinung: ihrer Mutter, ihrer Schwester, ihrem Vermieter, ihrem Chef. Dumm nur, dass dann der Selbstmord nicht klappt. Entsetzt starrt Gerri auf den selbst verursachten Scherbenhaufen - und beginnt nachzudenken..."

mit Katharina Wackernagel als Gerri Thaler in der Titelrolle

Gute Unterhaltung!

(verfügbar bis 19.06.2017, 21:15)


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Dienstag, 11. April 2017


Aus: Lenz von Georg Büchner

"Oberlin sprach ihm von Gott. Lenz wand sich ruhig los und sah ihn mit einem Ausdruck unendlichen Leidens an, und sagte endlich: aber ich, wär' ich allmächtig, sehen Sie, wenn ich so wäre, und ich könnte das Leiden nicht ertragen, ich würde retten, retten, ich will ja nichts als Ruhe, Ruhe, nur ein wenig Ruhe und schlafen können. Oberlin sagte, dies sei eine Profanation. Lenz schüttelte trostlos mit dem Kopfe. Die halben Versuche zum Entleiben, die er indes fortwährend machte, waren nicht ganz Ernst, es war weniger der Wunsch des Todes, für ihn war ja keine Ruhe und Hoffnung im Tod; es war mehr in Augenblicken der fürchterlichsten Angst oder der dumpfen an's Nichtsein grenzenden Ruhe ein Versuch, sich zu sich selbst zu bringen durch physischen Schmerz. Augenblicke, wenn sein Geist sonst auf irgend einer wahnwitzigen Idee zu reiten schien, waren noch die glücklichsten. Es war doch ein wenig Ruhe und sein wirrer Blick war nicht so entsetzlich, als die nach Rettung dürstende Angst, die ewige Qual der Unruhe! Oft schlug er sich den Kopf an die Wand, oder versetzte sich sonst einen heftigen physischen Schmerz." (Projekt Gutenberg)


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Ende Autobahnbrücke - schmale Vorgeschichte...

Es bleibt: Sprachlosigkeit.


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Montag, 10. April 2017


"Wohin soll es nun gehen?",

fragt der Chauffeur seinen Chef, nachdem der pleite ist. - "Fahren Sie mich bitte gegen einen Baum..."


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Donnerstag, 23. März 2017


Sprung vom Schuldach

Ein Schüler der zwölften Klasse in Mecklenburg-Vorpommern sprang während des Schulbetriebs vom Dach seiner Schule und verstarb später im Krankenhaus. www.ostsee-zeitung.de


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Montag, 13. März 2017


David Reimer (1965-2004)

"[...] David, der nach der Geburt Bruce genannt wurde, und Brian Reimer wurden als eineiige Zwillinge geboren. Im Alter von sechs Monaten stellte man bei beiden eine Vorhautverengung fest und knapp zwei Monate später, am 27. April 1966, erfolgte eine Operation bei David. Die Beschneidung mittels Elektrokauter missglückte jedoch, und sein Penis wurde irreparabel verletzt. Seine Eltern entschieden sich daher auf Rat des Sexualwissenschaftlers John Money, eine geschlechtsverändernde Operation durchführen zu lassen und den Jungen als Mädchen zu erziehen. Im Alter von 22 Monaten wurden David die noch vorhandenen Hoden entfernt (Kastration) und aus der Haut seines Hodensacks rudimentäre Schamlippen geformt. David wurde ab diesem Zeitpunkt Brenda genannt. Darüber hinaus wurde David etwa ab dem 12. Lebensjahr mit weiblichen Hormonen behandelt.

Money sah dies als Möglichkeit, durch den Vergleich mit Davids eineiigem Zwillingsbruder Brian einen Beleg für die in der Sexualwissenschaft diskutierte These zu finden, nach der alleine oder im Wesentlichen die Erziehung in den frühen Lebensjahren für die Ausprägung einer sexuellen und geschlechtsspezifischen Identität eine Rolle spielt. David wurde nach dieser Zuweisung von Money als „normales, glückliches Mädchen“ beschrieben; Familie und Freunde hingegen beschrieben ihn als ein zutiefst unglückliches Kind mit großen sozialen Problemen. 1980 erfuhr er, dass er als Junge geboren worden war. Von diesem Zeitpunkt an bestand er darauf, wieder als Junge zu leben, und nannte sich fortan David. Reimer unterzog sich einer konträren Behandlung mit Brustentfernung, Testosteroninjektionen und Phalloplastik. Am 22. September 1990 heiratete er Jane Fontaine und adoptierte ihre drei Kinder.

David Reimer beging am 4. Mai 2004, im Alter von 38 Jahren, Suizid.[...]

Wikipedia (D), Stand 13.03.2017.

In einer BBC-Dokumentation finden sich dazu O-Töne und mehr .


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Donnerstag, 9. März 2017


"Der Engel von Nanjing"

"Mehr als 300 Menschen hat Chen Si schon vor dem Tod bewahrt - in seiner Freizeit. Der Chinese patrouilliert ehrenamtlich auf der "Selbstmord-Brücke" von Nanjing."

Ein Dokumentarfilm von Sabrina Zhang, derzeit auf Spiegel-Online.


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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