Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 
Freitag, 23. Juni 2017


Blaumacher

"Es ist Sommer in einem schicken Vorort. Mittvierziger Frank trifft auf seine 19-jährige Nachbarin Sascha. Beide sind mit ihrem Leben höchst unzufrieden und suchen nach Auswegen..."

zdf.neo mit der einschlägigen Serie zum Thema, Marc Ben Puch, Laura Berlin und Lisa Martinek in den Hauptrollen.

Alle Folgen sind bereits hier online anzuschauen und

hier besprochen von Michael Hanfeld für die FAZ.
Gute Unterhaltung!


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Donnerstag, 1. Juni 2017


Genazino, Außer uns...

Ich machte mir klar, dass Selbstmord ein undurchschaubarer Vorgang ist. Jeder kannte aus seinem eigenen Leben hoffnungslose Situationen, auf die ein Selbstmord eine Antwort hätte sein können. Aber rätselhaft war nicht, warum es Selbstmörder gab. Rätselhaft war, warum so viele Menschen ihre schwierigen Existenzen aushielten, ohne Selbstmörder zu werden. (Wilhelm Genazino: Außer uns spricht niemand über uns)


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Montag, 29. Mai 2017


"Ein abgefrorener Zeh ist eine Trophäe"

Aus einem Interview von Gerald John und Verena Kainrath für derstandard.at mit dem Psychologen Manfred Ruoß, u.a. über suizidale Tendenzen bei Bergsteigern aufgrund langfristig nicht erfüllbarem Leistungsdruck - mit entsprechenden Mutmaßungen etwa auch über Ueli Steck:

"Aus all den Biografien, die Spitzenbergsteiger über sich selbst publizieren, ergibt sich ein Muster: Sie gewinnen ihre Selbstgewissheit über Leistung, stabilisieren sich damit. Eine Zeit lang geht das sehr gut: Junge Kerle steigern sich von Tour zu Tour – der Anstieg wird schwieriger, das Tempo höher, die Dauer länger.

Wer das hauptberuflich macht, gerät in eine Endlosspirale, doch jedes Jahr eine neue Expedition zu liefern, ist physiologisch unmöglich. Ab dem Alter von 30 Jahren baut der Mensch ab. Diese Bergsteiger kommen aber nicht aus der Schleife heraus. Sie stehen unter ungeheurem Erwartungsdruck, deshalb diese extrem hohen Todesraten. Denn irgendwann stürzen sie ab – zum Teil sind da versteckte Suizide dabei.

STANDARD: Heimlicher Selbstmord?

Ruoß: Manche gehen einfach auf Touren, bei denen von vorneherein klar ist: Das wird nicht mehr bewältigbar sein. Der Tod der berühmten polnischen Bergsteigerin Wanda Rutkiewicz, die ihren Zenit längst überschritten hatte, war aus meiner Sicht eine solche suizidale Handlung. Sie hat damals ...

STANDARD: ... 1992 als knapp 50-Jährige am Kangchendzönga, dem dritthöchsten Berg der Welt ...

Ruoß: ... eindeutige Hinweise, umkehren zu müssen, nicht akzeptiert – und wurde nie wieder gesehen.

In der Schweiz gibt es eine Studie, die Berufsbergführern eine deutlich höhere Suizidrate attestiert als der Normalbevölkerung. Eine Rolle spielt dabei, dass sie ihren eigenen Ansprüchen nicht mehr genügen: Unfehlbarkeit und Leistung schwinden..."


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Freitag, 12. Mai 2017


Geli Raubal,

Hitlers Nichte und dessen Lebensabschnittsgefährtin. Laut Wikipedia ist der Suizid gesicherte Tatsache - nichtsdestotrotz und sicherlich weniger gesichert wird er vielfach unter heftigen Spekulationen bezweifelt (oder noch heftiger etwa hier (Simon Tomlison für mail-online, uk, 07.03./07.04.2016).


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Montag, 8. Mai 2017


About a Girl

- das Leben steckt voller Überraschungen (Seite des Films mit Trailer):

"Charleen (Jasna Fritzi Bauer), fünfzehndreiviertel, hört bevorzugt Musik von toten Leuten und fragt sich manchmal, warum alles so kompliziert sein muss. Sie hat null Bock auf Familie, Schule und erst recht nicht auf die üblichen Mädchengespräche über Jungs und Mode mit ihrer besten Freundin Isa (Amélie Plaas-Link). Mehr aus Trotz und einer Laune heraus beschließt Charleen eines Tages, sich umzubringen. Doch ausgerechnet in diesem Moment klingelt ihr Handy und statt im Jenseits landet sie im Krankenhaus. Ihre Mutter Sabine (Heike Makatsch) darf sie nur mit nach Hause nehmen, wenn Charleen verspricht, einen Psychotherapeuten (Nikolaus Frei) aufzusuchen. Zu ihrer Überraschung trifft sie dort im Wartezimmer auf Linus (Sandro Lohmann), den größten Streber ihrer Klasse. Linus ist zwar ein etwas seltsamer Typ, aber heitert Charleens pessimistische Weltsicht auf. Die Liebe erwischt Charleen unverhofft und auf dem falschen Fuß. Und zu ihrer eigenen Überraschung muss sie feststellen, dass das Leben auch richtig Spaß machen kann."

Die Daten zum Film bei Wikipedia.


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Freitag, 28. April 2017


13 Reasons Why

bzw. "Tote Mädchen lügen nicht" - ist eine US-Fernsehserie,

die auf einem Roman von Jay Asher basiert und aktuell Schlagzeilen macht.

Vor allem wegen der Selbstmordszene, die außerordentlich detailliert und realistisch das Aufschneiden der Pulsadern zeigt und über die üblichen Videoportale praktisch unbegrenzt öffentlich geteilt wird.

Dabei nehmen die Filmemacher offensichtlich den Werther-Effekt bewusst in Kauf. Goethe konnte man noch damit entschuldigen, dass er die Folgen noch nicht absehen konnte...

Nicht zuletzt wird man darüber streiten dürfen, ob die Romanlinie eines "Wer ist schuld? - Alle!" das Problem überhaupt sinnvoll und hilfreich angeht.


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Donnerstag, 27. April 2017


"There are websites that promote suicide.

That’s not okay."

Ein Beitrag von Nathaniel P. Morris für die Washington Post zur aktuellen Entwicklung/Vermehrung von Websites, die konkrete Suizidtechniken vermitteln und teils sogar propagieren - und zur Diskussion und zu Gesetzesinitiativen in den USA um die Grenzen.

Eine überfällige Diskussion, nicht nur angesichts des wohl unbestrittenen Werther-Effekts, die freilich noch nicht sehr differenziert geführt wird. Tatsächlich sind es oft die Kommentatoren, die wesentliche Aspekte aufmachen, etwa den, wie nicht nur die kurzfristige, sondern vor allem die mittelfristige Perspektive eines potentiellen Suizidenten aussieht: Die Frage, ob eine unheilbar leidende Person ihrem Leben ein Ende setzt, dürfte wohl anders zu beantworten sein wie diejenige, ob einem Teenager in einer Lebenskrise diese vermeintliche "Lösung" erleichtert (statt ihm über die Krise - wenn auch erst einmal nur kurzfristig - hinweggeholfen) werden sollte.


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Mittwoch, 26. April 2017


Digitaler Nachlass

und seine Reichweite sind Gegenstand eines aktuellen Rechtsstreits der Eltern einer auf Bahngleisen zu Tode gekommenen 15-Jährigen mit facebook, der zum Stand heute zwar erstinstanzlich zu Gunsten der Eltern entschieden wurde, in zweiter Instanz aber derzeit noch nicht abgeschlossen ist.

Spiegel-Online, 25.04.2017 unter Bezug auf dpa.


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Sonntag, 23. April 2017


Eva May (1902-1924) - Schauspielerin

"Die hochtalentierte, aber launenhafte Eva May überwarf sich mehrmals mit ihren Eltern. Sie war die Verlobte von Rudolf Sieber, bis dieser seine zukünftige Frau Marlene Dietrich kennenlernte. Daraufhin versuchte Eva May sich im Jahr 1923 das Leben zu nehmen, indem sie sich die Pulsadern öffnete.

Nachdem sie sich vergeblich bemüht hatte, ihren Vetter, den Patronenfabrikanten Fritz Mandl – der später mit Hedy Lamarr eine andere Schauspielerin heiratete – zu heiraten, erschoss sie sich. Nach ihrem Tod drehte ihre Mutter Mia May keinen Film mehr."

Wikipedia, Stand heute.


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Samstag, 15. April 2017


ZDF Herzkino:

Chaos-Queens: Für jede Lösung ein Problem - nach dem gleichnamigen Roman von Kerstin Gier:

"Gerri hat endgültig die Nase voll vom Leben. Irgendwie scheint das Glück an ihr vorbeizuziehen. Mit Mitte 30 ist sie immer noch Single, und das, obwohl sie mehrfach versucht hat, via Partnervermittlungen den Richtigen an Land zu ziehen. Dafür schwebt ihre beste Freundin Charly bereits auf Level 2 der Glückseligkeit, denn sie ist schwanger. Als Gerri dann auch noch ihren heißgeliebten Job verliert - Gerri schreibt Arztromane, die nach einer Verlagsübernahme eingestellt werden - ist das Maß voll. Schlaftabletten und Wodka sollen ihr helfen, diese öde Welt zu verlassen.

Vorher aber rechnet Gerri ab. In diversen Abschiedsbriefen sagt sie allen endlich mal so richtig die Meinung: ihrer Mutter, ihrer Schwester, ihrem Vermieter, ihrem Chef. Dumm nur, dass dann der Selbstmord nicht klappt. Entsetzt starrt Gerri auf den selbst verursachten Scherbenhaufen - und beginnt nachzudenken..."

mit Katharina Wackernagel als Gerri Thaler in der Titelrolle

Gute Unterhaltung!

(verfügbar bis 19.06.2017, 21:15)


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Dienstag, 11. April 2017


Aus: Lenz von Georg Büchner

"Oberlin sprach ihm von Gott. Lenz wand sich ruhig los und sah ihn mit einem Ausdruck unendlichen Leidens an, und sagte endlich: aber ich, wär' ich allmächtig, sehen Sie, wenn ich so wäre, und ich könnte das Leiden nicht ertragen, ich würde retten, retten, ich will ja nichts als Ruhe, Ruhe, nur ein wenig Ruhe und schlafen können. Oberlin sagte, dies sei eine Profanation. Lenz schüttelte trostlos mit dem Kopfe. Die halben Versuche zum Entleiben, die er indes fortwährend machte, waren nicht ganz Ernst, es war weniger der Wunsch des Todes, für ihn war ja keine Ruhe und Hoffnung im Tod; es war mehr in Augenblicken der fürchterlichsten Angst oder der dumpfen an's Nichtsein grenzenden Ruhe ein Versuch, sich zu sich selbst zu bringen durch physischen Schmerz. Augenblicke, wenn sein Geist sonst auf irgend einer wahnwitzigen Idee zu reiten schien, waren noch die glücklichsten. Es war doch ein wenig Ruhe und sein wirrer Blick war nicht so entsetzlich, als die nach Rettung dürstende Angst, die ewige Qual der Unruhe! Oft schlug er sich den Kopf an die Wand, oder versetzte sich sonst einen heftigen physischen Schmerz." (Projekt Gutenberg)


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Ende Autobahnbrücke - schmale Vorgeschichte...

Es bleibt: Sprachlosigkeit.


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Montag, 10. April 2017


"Wohin soll es nun gehen?",

fragt der Chauffeur seinen Chef, nachdem der pleite ist. - "Fahren Sie mich bitte gegen einen Baum..."


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

Suchen Sie Erste Hilfe,
ob selbst oder für eine Freundin oder einen Freund
dann sollte Sie dieser Link weiter führen

oder diese pragmatischen Hinweise: "Nur nicht heute."

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Zuletzt aktualisiert: 23.06.2017, 10:52 Uhr
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