Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 


Arthur und Claire

"..., inszeniert vom deutsch-portugiesischen Regisseur Miguel Alexandre, liefert dem derart Geschundenen allerdings auch einen guten Grund, miselsüchtig zu sein. Arthur ist todkrank, seine Reise nach Amsterdam tritt er nur deshalb an, weil er in dem liberalen Land Anspruch auf Sterbehilfe erhält. Einmal muss er noch schlafen, dann ist es mit dem Leiden vorbei. Einmal will er noch Rotwein genießen und für seinen Sohn einen Abschiedsbrief verfassen. Einmal soll, bitte schön, alles glattgehen..."

der neue "Josef Hader", besprochen von Dominik Kamalzadeh für standard.at.


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The Broken Circle

Gestern in 3sat.de - Fakten und Kritiken auch hier bei Wikipedia.

Um es vorweg zu nehmen: "Der Film fragt, wie wir mit dem Leben umgehen und dem, was es uns zumutet." (s.o. 3sat-Beitrag). Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf: Keine leichte Kost, die man sich wahrscheinlich nicht zumuten sollte, wenn einen ohnehin gerade Schicksalsschläge oder depressive Krisen ereilt haben. Er hat letztlich allerdings auch positive Seiten, zeigt er doch, welche Schönheit das Leben auch bereithalten kann - in Liebe und Musik - vielleicht als Rückseite des Leidens, und bis ins allerletzte Bild...


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2 Dokumentationen

  1. Tod auf Rezept (bis 5.11.2017 verfüg- oder mit entsprechenden Programmen herunterladbar): Reportage über die Freitodbegleitung eines 52-jährigen krebskranken Mannes.

  2. Sterben in Deutschland: "Pflegeheimbewohner sterben oft nicht nur einsam, sondern werden palliativmedizinisch schlecht versorgt. Odysso zeigt, wie es besser ginge und warum Suizid männlich ist."


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Stay

"Dr. Sam Foster ist ein Psychiater, der von seiner erkrankten Kollegin Dr. Elisabeth Levy die Behandlung ihres Patienten Henry Letham übernimmt. Der junge Mann ist depressiv und gibt mysteriöse Vorhersagen von sich. Schließlich kündigt Henry an, sich in wenigen Tagen, und zwar an seinem 21. Geburtstag um Mitternacht, das Leben zu nehmen. Dies ist insofern ein Alarmzeichen für Foster, als seine Freundin Lila ebenfalls einen gescheiterten Selbstmordversuch hinter sich hat.

Foster versucht verzweifelt, Letham umzustimmen, doch je mehr er dies tut, umso unerklärlicher werden die Ereignisse, denen er ausgesetzt ist: Er trifft auf Menschen, die wie aus dem Nichts auftauchen oder schon seit Jahren tot sind. Man merkt, dass die Hilfeversuche Fosters in einer anderen Realitätsebene stattfinden (ähnlich, wie in einem Traum).

[Ab hier sollte nicht weiterlesen, wer die Auflösung nicht vorab wissen will.] In der Wirklichkeit aber liegt Letham im Sterben, da er durch einen Reifendefekt einen schweren Autounfall hatte. Mit ihm im Auto waren seine Mutter, sein Vater und seine Freundin, welche sofort tot waren. Am Ende des Films wird deutlich, dass die ganze Handlung des Films die letzten Sekunden im Leben von Letham sind, die in seinem Gehirn wie eine Geschichte ablaufen und die Darsteller die Menschen sind, die sich am Unfallort befinden, vor allem die Hauptdarsteller Sam Foster und Lila, die den sterbenden Letham am Leben halten wollen."

Quelle: Wikipedia, Stand heute.

Der Film scheint derzeit auf Youtube auch vollständig in Englisch und Deutsch ansehbar zu sein.


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Blaumacher

"Es ist Sommer in einem schicken Vorort. Mittvierziger Frank trifft auf seine 19-jährige Nachbarin Sascha. Beide sind mit ihrem Leben höchst unzufrieden und suchen nach Auswegen..."

zdf.neo mit der einschlägigen Serie zum Thema, Marc Ben Puch, Laura Berlin und Lisa Martinek in den Hauptrollen.

Alle Folgen sind bereits hier online anzuschauen und

hier besprochen von Michael Hanfeld für die FAZ.
Gute Unterhaltung!


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About a Girl

- das Leben steckt voller Überraschungen (Seite des Films mit Trailer):

"Charleen (Jasna Fritzi Bauer), fünfzehndreiviertel, hört bevorzugt Musik von toten Leuten und fragt sich manchmal, warum alles so kompliziert sein muss. Sie hat null Bock auf Familie, Schule und erst recht nicht auf die üblichen Mädchengespräche über Jungs und Mode mit ihrer besten Freundin Isa (Amélie Plaas-Link). Mehr aus Trotz und einer Laune heraus beschließt Charleen eines Tages, sich umzubringen. Doch ausgerechnet in diesem Moment klingelt ihr Handy und statt im Jenseits landet sie im Krankenhaus. Ihre Mutter Sabine (Heike Makatsch) darf sie nur mit nach Hause nehmen, wenn Charleen verspricht, einen Psychotherapeuten (Nikolaus Frei) aufzusuchen. Zu ihrer Überraschung trifft sie dort im Wartezimmer auf Linus (Sandro Lohmann), den größten Streber ihrer Klasse. Linus ist zwar ein etwas seltsamer Typ, aber heitert Charleens pessimistische Weltsicht auf. Die Liebe erwischt Charleen unverhofft und auf dem falschen Fuß. Und zu ihrer eigenen Überraschung muss sie feststellen, dass das Leben auch richtig Spaß machen kann."

Die Daten zum Film bei Wikipedia.


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ZDF Herzkino:

Chaos-Queens: Für jede Lösung ein Problem - nach dem gleichnamigen Roman von Kerstin Gier:

"Gerri hat endgültig die Nase voll vom Leben. Irgendwie scheint das Glück an ihr vorbeizuziehen. Mit Mitte 30 ist sie immer noch Single, und das, obwohl sie mehrfach versucht hat, via Partnervermittlungen den Richtigen an Land zu ziehen. Dafür schwebt ihre beste Freundin Charly bereits auf Level 2 der Glückseligkeit, denn sie ist schwanger. Als Gerri dann auch noch ihren heißgeliebten Job verliert - Gerri schreibt Arztromane, die nach einer Verlagsübernahme eingestellt werden - ist das Maß voll. Schlaftabletten und Wodka sollen ihr helfen, diese öde Welt zu verlassen.

Vorher aber rechnet Gerri ab. In diversen Abschiedsbriefen sagt sie allen endlich mal so richtig die Meinung: ihrer Mutter, ihrer Schwester, ihrem Vermieter, ihrem Chef. Dumm nur, dass dann der Selbstmord nicht klappt. Entsetzt starrt Gerri auf den selbst verursachten Scherbenhaufen - und beginnt nachzudenken..."

mit Katharina Wackernagel als Gerri Thaler in der Titelrolle

Gute Unterhaltung!

(verfügbar bis 19.06.2017, 21:15)


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"Der Engel von Nanjing"

"Mehr als 300 Menschen hat Chen Si schon vor dem Tod bewahrt - in seiner Freizeit. Der Chinese patrouilliert ehrenamtlich auf der "Selbstmord-Brücke" von Nanjing."

Ein Dokumentarfilm von Sabrina Zhang, derzeit auf Spiegel-Online.


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Black Swell

Short film by Jake Honig - Kurzfilm von Jake Honig

Um einen verzweifelten Mann (Richard Kind), der sich vor dem Ende seines Lebens in einem Motel sieht, wird in weniger als 9 Minuten eine Geschichte erzählt, die auf überraschende Weise Wechselwirkungen aufzeigt und nachdenklich macht.


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Ein Mann namens Ove

"Ove lebt eigentlich in einer idyllischen Vorstadtsiedlung. Trotzdem hat der betagte Pedant immer was zu meckern. Seinen Ärger bekommen regelmäßig seine Nachbarn ab, deren Fehltritte er mit akribischem Fleiß aufschreibt: Er meldet Falschparker, wühlt in den Mülltonnen, um die korrekte Mülltrennung durchzusetzen, und schimpft auf jeden, der seinen gepflegten Rasen betritt. Das seltsame Verhalten Oves hat jedoch einen sehr traurigen Grund. Vor kurzem ist seine geliebte Frau verstorben. Der Rentner hat ihren Tod nie überwunden und versucht sich seinerseits das Leben zu nehmen. Dabei hat Ove bereits zahlreiche missglückte Selbstmordversuche hinter sich, die bisher immer durch höhere Gewalt verhindert wurden. Eines Tages beschließt er sich zu erhängen..."

(kino.de)


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"Nie mehr wie immer" oder "Das Schweigen der Männer"

"... Die Sonnenbrille, mit der sich die migräneanfällige Melanie gegen das Licht schützt, steht dabei für die Scheuklappen, die schon seit vielen Jahren verhindern, dass sie die Wahrheit wahrnimmt. Selge wiederum verkörpert ganz famos, wie das Fundament, auf dem der scheinbar so selbstsichere Walter sein Leben aufgebaut hat, bedenkliche Risse bekommt, als ihm die Nachricht zugespielt wird, eine junge Frau habe sich das Leben genommen; es handelt sich um die Tochter ihrer früheren Haushälterin. Schließlich bricht sein Daseinsentwurf wie ein Kartenhaus zusammen.

Allerdings bietet der Film zu wenig Handlung, um seine innere Spannung tatsächlich über neunzig Minuten halten zu können. Nervenkitzelmomente wie jene, als Melanie voller Panik aus dem Haus stürzt, weil sie glaubt, ihr Mann habe sich am Baum erhängt, sind auch deshalb so wirkungsvoll, weil insgesamt recht wenig passiert."

Aus der Kritik von Tilmann P. Gangloff für die Frankfurter Rundschau,

Spielfilm, ARD, derzeit noch in der Mediathek.


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Das Verhör (1981)

"...bis Martinauds Frau Chantal auf dem Polizeirevier erscheint. Sie eröffnet Gallien unter vier Augen, dass sie ihren Mann für den Täter hält und liefert auch einen Beweis für dessen Schuld. Anschließend konfrontiert Gallien den Notar mit der Aussage seiner Frau, er habe nicht sofort nach Auffindung der Mädchenleiche von zu Hause aus die Polizei angerufen, sondern erst seinen Regenmantel gewechselt. Als Gallien ihm den entsprechenden Beleg der Reinigung präsentiert, kann Martinaud es zunächst nicht fassen, dass seine Frau ihn auf diese Weise der Polizei ausgeliefert hat. Schließlich gesteht er erschüttert und resigniert die Ermordung der beiden Mädchen.

Doch noch während er sein Geständnis diktiert und Gallien vom Polizeichef zur Aufklärung des Falles beglückwünscht wird, beweist ein Zufallsfund seine Unschuld. [... Er] verlässt das Polizeirevier als freier Mann, doch als er zu seiner Frau in den Wagen steigt, muss er feststellen, dass diese sich selbst gerichtet hat..." (Wikipedia)

nach dem Roman "Brainwash" von John William Wainwright.



Suizid (Kurzfilm, 2010)

Ein Anstoß, dem Lauf nicht seinen Lauf zu lassen.

Aus dem Youtube-Kanal von Freunde fürs Leben stammt dieser Film, der das Projekt einer kleinen Gruppe von Studenten der Rheinischen Fachhochschule in Köln war und im Rahmen einer Semesterarbeit entstanden ist.


 

Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2018, 10:24 Uhr
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