Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 
Samstag, 7. November 2009


Moore, Sturmflut

"Wermut und Gift! Beständig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt." Gott! Armanda richtete ihren Blick auf den Pfarrer, der da oben auf seiner Kanzel einen alles andere als unscheinbaren Eindruck machte. Wie meinen Sie das? Beängstigend weit vorgelehnt, war hier jemand im Begriff, Jeremias Klagelied zu wiederholen, zu bearbeiten und fachmännisch auf den speziellen Fall des heutigen Tages zuzuschneiden. Was ich meine, ist, es wird allmählich Zeit, daß du damit aufhörst. Armanda darauf noch, gewitzt: Womit? Weißt du genau. Wermut und Gift, all diese elenden Gedanken, die eine Seele, auch deine, wirklich nicht großmütiger machen! Denk außerdem an die Kleine, die heute mittag daheim geblieben ist! Nadja? Ja, genau. Soll sie etwa in einer derart miesepetrigen Umgebung aufwachsen? Gott hat uns deine Schwester genommen, und damit verfolgt er eine Absicht. Stop. Paß auf. Die Grausamkeit Gottes ist ein großes Tabu. Laß also deine Schmalspurempörung und bedenke, daß du seine Beweggründe nicht verstehst. Die Summe aller Unzurechnungsfähigkeit ist Gott. Der dir heute also einen simplen Befehl erteilt. Laß sie gehen, leb du weiter. (Margriet de Moor: Sturmflut, S. 179)


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Donnerstag, 5. November 2009


Datenabgriff bei SchülerVZ mit Folgen:

Ein Selbstmord nach unübersichtlicher Sachlage.


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Freitag, 23. Oktober 2009


"Ehe- und Beziehungsprobleme"

"Mann tötet Frau, drei Dobermänner und dann sich selbst".


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Mittwoch, 30. September 2009


Suizid und Gehirnstruktur

"The brains of people who commit suicide are chemically different to those who die from other causes, a Canadian study has suggested. ..."


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Donnerstag, 24. September 2009


"Mutter verbrennt sich und ihre 3 Kinder" (1 2).


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Montag, 21. September 2009


Placebos und Nocebos

"Der 26-jährige Derek Adams wollte seinem Leben ein Ende setzen. Seine Freundin hatte ihn verlassen. Er schluckte 29 Kapseln eines Antidepressivums und bekam Todesangst. Nach der massiven Überdosis sackte sein Blutdruck ab, er kam in die Klinik und konnte trotz intravenöser Infusionen nicht stabilisiert werden.

Die fraglichen Tabletten hatte er im Rahmen einer Medikamentenstudie bekommen. Wie üblich, waren der Hälfte der Teilnehmer echte Medikamente, den anderen nur Placebos verabreicht worden. Und natürlich wussten die Versuchsteilnehmer nicht, zu welcher Gruppe sie gehörten - die Studie war ordnungsgemäß "verblindet". Nach der Einlieferung in die Notfallstation stellte sich heraus, dass Adams zur Placebogruppe gehörte. Als er erfuhr, dass er nur ein Scheinpräparat geschluckt hatte, verschwanden seine Beschwerden binnen kurzem. Der junge Mann war körperlich kerngesund.

Adams' Fall wurde vor zwei Jahren im amerikanischen Fachblatt General Hospital Psychiatry beschrieben und gilt bereits als Klassiker im Bereich der Noceboforschung. ..."


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Sonntag, 20. September 2009


Debbie Purdy und Dignitas:

Sterbehilfe ist auch in England und Wales ein Thema.


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Donnerstag, 17. September 2009


Aus der Stuttgarter Zeitung (Printausgabe) vom 15.09.2009, S. 22:

"Tragisch hat am Samstagabend ein Familienstreit in Backnang geendet. Ein 50 Jahre alter Familienvater erhängte sich im Keller seines Wohnhauses.

Vorausgegangen war der Tat eine familiäre Auseinandersetzung. Der Mann, seine Frau und ihr erwachsener Sohn, der noch bei den Eltern wohnt, waren zu einer Familienfeier eingeladen gewesen. Die Eheleute stritten sich, und der Mann beschloss, zu Hause zu bleiben. Im Verlauf des Nachmittags betrank er sich. Gegen Abend rief er seine Frau auf dem Handy an: Er schlage jetzt die Wohnung kurz und klein.

Der Sohn verständigte umgehend die Polizei. Als die Beamten einer Streife zu der Doppelhaushälfte kamen, stand der 50-Jährige auf dem Balkon und fuchtelte mit einer Axt herum. Er werde jeden umbringen, der versuche, in die Wohnung einzudringen, drohte er. Die Polizisten näherten sich der Wohnungstür im Erdgeschoss, woraufhin der Mann die Haustür anzündete. Die Beamten evakuierten die übrigen Wohnungen und forderten ein Sondereinsatzkommando an. In der Zwischenzeit legte der offenbar sturzbetrunkene Mann noch mehrere Feuer. Wohl während das Sondereinsatzkommando noch das weitere Vorgehen besprach, erhängte sich der Mann im Keller des Wohnhauses."


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Montag, 14. September 2009


Suizidserie bei France Télécom

"In den vergangenen 18 Monaten haben sich nach Gewerkschaftsangaben 23 Beschäftigte das Leben genommen. Zuletzt stürzte sich am Freitag eine 32-Jährige während der Arbeitszeit aus dem Fenster. Arbeitsminister Xavier Darcos will am Dienstag mit Unternehmenschef Didier Lombard über die Selbstmordserie sprechen. Künftig sollen die Betriebsärzte soweit es die Schweigepflicht erlaubt psychisch labile Mitarbeiter melden.

Die Gewerkschaften gehen davon aus, dass ein Teil der Selbstmorde direkt auf die Arbeitsbedingungen und den Konzernumbau bei France Télécom zurückzuführen ist. In den vergangenen Jahren wurden 22 000 Stellen abgebaut und 7000 Mitarbeiter versetzt." (Die Zeit/dpa)

Ausführlicher: Gesche Wüpper für Die Welt, und vor allem die Ursprungsquelle, das Journal du Dimanche mit dem Ausgangsartikel (jeweils Französisch).


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Donnerstag, 10. September 2009


Keller-Mumie

Vor 13 Jahren erhängte sich in München ein Mann im Keller. Weil der Raum in Vergessenheit geriet, wurde er erst jetzt mumifiziert gefunden. Seine Frau lebt noch in der Wohnung im 3. dritten Stock des Hauses.


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Mehr Selbstmorde durch Wirtschaftskrise?

Der Vorsitzende der Initiativgruppe des Nationalen Suizidpräventionsprogramms, Armin Schmidtke, sieht Anzeichen, dass sich die Selbstmordrate durch die wirtschaftliche Rezession erhöhen könnte.


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Samstag, 5. September 2009


Gibt es dafür einen Grund?

Homer: "Es ist wohl am besten, wenn ich mich in der Scheune erhänge." Marge: "Homer, nicht!" Bart: Laß ihn nur, Mom." Lisa: "Dad, du brauchst keinen Selbstmord zu begehen!" Homer: "Gibts dafür einen Grund?" (Die Simpsons, Season 11, Duell bei Sonnenaufgang)


Freitag, 4. September 2009


Peitschenhiebe wegen versuchten Selbstmords

Nach islamischem Recht steht Selbstmord in Saudi-Arabien unter Strafe. Deshalb wird nun ein Mann nach mehreren Selbsttötungsversuchen ausgepeitscht und eingesperrt. Psychologische Hilfe gab es keine. In Saudi-Arabien soll ein Mann ausgepeitscht werden, weil er mehrfach vergeblich versucht hatte, sich das Leben zu nehmen. Der verzweifelte Inder wurde von einem Gericht in der Stadt Dschidda zu zwei Monaten Haft und 50 Peitschenhieben verurteilt. Die Zeitung "Saudi Gazette" berichtete am Donnerstag, gegen das Urteil sei kein Einspruch möglich. Die Zeitung zitierte einen saudischen Rechtsberater, der das Urteil scharf kritisierte: "Der Mann sollte zuerst von einem Psychiater Hilfe erhalten, damit er sein Problem lösen kann. Wenn man ihn dagegen vor Gericht stellt und ins Gefängnis steckt, dann wird für ihn doch alles noch schlimmer." In Saudi-Arabien orientiert sich die Justiz am islamischen Recht (Quelle: dpa)


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

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Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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