Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 
Montag, 7. Juli 2014


Mad World

aus erster Hand.


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Donnerstag, 12. Juni 2014


Antidepressiva (SSRI) und Suizidneigung

"Depressionen treiben Menschen in den Suizid - dennoch können auch Medikamente, die als Antidepressiva die Stimmung heben, die Suizidgefahr erhöhen. Dass dies bei Kindern und Jugendlichen geschieht, die mit hohen Dosen sogenannter Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) behandelt werden, rüttelt umso mehr auf. Eine Studie der Arbeitsgruppe um Matthew Miller von der Harvard Medical School in Boston kommt zu dem Ergebnis, dass besonders die jungen Patienten unter den Depressiven doppelt so häufig Gefahr laufen, ihrem Leben ein Ende zu setzen, wenn sie hochdosiert mit solchen Mitteln gegen ihre Depressionen behandelt werden („Jama Internal Medicine“, doi: 10.1001/jamainternmed. 2014.1053). [...]"

Martina Lenzen-Schulte für faz.net fasst die Ergebnisse einer aktuellen Studie zusammen.


Dienstag, 29. April 2014


Bahnsuizid aus der Sicht des Lokführers

Der Lokführer Meinhard Bahr steht im Zentrum dieses Berichts von Julian Illi für faz.net - mit heftiger Leserdiskussion, die allerdings kaum ein Klischee auslässt.

Das Thema kehrt in unterschiedlichen Facetten immer wieder, auch in diesem Blog, z.B. hier.


Dienstag, 15. April 2014


Angst vor Pflegebedürftigkeit

und der vermeintliche Ausweg, per Suizid zu vermeiden, den Angehörigen zur Last fallen.

Auch dieses Thema, das zuletzt im Rahmen der Sterbehilfsdiskussion im Mittelpunkt stand, ist nun in den Talkshows angekommen, diesmal bei Plasbergs "Hart aber Fair" (Besprechung der Sendung von faz.net).


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Sonntag, 13. April 2014


Irving, In einer Person

Nils Borkman pflegte die Selbstmordgefährdeten unter seinen Landsleuten gerne als "Fjordspringer" zu bezeichnen. Offenbar bot Norwegens Fjordreichtum überreichlich Gelegenheit zu praktischen und sauberen Selbstmorden. (John Irving: In einer Person)


Sonntag, 6. April 2014


Menschen bei Maischberger

zum Thema: "Erweiterter Suizid" mit beachtenswerten Leserkommentaren.

Ungewöhnlich, da das Thema Suizid an sich von den Medien - vornehmlich wegen des Nachahmereffekts - weitgehend gemieden wird.


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Mittwoch, 2. April 2014


Stanisic, Vor dem Fest (2)

"Hast du den Ausweis mit?" "Wozu denn?" "Ich hab meinen nicht dabei. Keinen Führerschein, gar nichts. Du könntest mir Zigaretten besorgen. Wenn nicht, könntest du den Ausweis holen und dann Zigaretten besorgen." "Warum holen Sie nicht Ihren?" "Das schaff ich vor dem Selbstmord zeitlich nicht mehr." (Sasa Stanisic: Vor dem Fest)


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Profijt, Knast oder Kühlfach

Eine Selbstmörderin war auf dem Speicher ihres Hauses gefunden worden. (...) Wenn jemand die Seele baumeln lassen will, gibt es mehr Möglichkeiten, als der Durchschnittsbürger weiß. Die Falltür- auf-und-tot-Methode kennt jeder, der schon mal einen Western gesehen hat. Das ist nicht nur schwungvoll und dynamisch, sondern auch ziemlich erfolgreich, weil das Genick ein lautes Knacksen von sich gibt - und Schluss. Keine Zweifel, kein langes Leiden, eine schöne, runde Sache. Die unangenehmste Version ist das Erhängen an der Heizung oder am Abflussrohr des Waschbeckens. Ja, das geht. Allerdings stirbt der Selbstmordwillige bei diesen, sagen wir mal, erdnahen Selbsttötungen meist ziemlich langsam. Wichtig ist dabei, dass der Zug auf der Schlinge erhalten bleibt, der Typ sich also nicht, sobald es eng wird, wieder aufrappelt. Das ist nur etwas für besonders Willensstarke. (Jutta Profijt: Knast oder Kühlfach)


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Stanisic, Vor dem Fest (1)

Im Schnitt ist in Ländern mit höherem Lebensstandard die Suizidrate höher als in ärmeren Ländern. Überall bringen sich mehr Männer um. Nur in China nicht. Im Schnitt in der DDR anderthalbmal häufiger als im Westen. Herr Schramm kann es sich nicht vorstellen, dass das nur mit der DDR zu tun hatte. Eher eine Frage der Tradition, siehe Rheinland: alle katholisch, und kaum einer macht sich tot. (Sasa Stanisic: Vor dem Fest)


Sonntag, 30. März 2014


Schwarze See

Als ich auf das Wasser schlug und die schwarze See sich über mir schloß, war es urplötzlich still um mich herum. Kein pfeifender Wind mehr, keine tosenden Brecher, kein ächzen von Metall und kein Stampfen der Maschine. Stille. Dann ein leises Rauschen in meinem Kopf. Wenn, dachte ich, wenn da keiner ist, sobald du auftauchst, wenn da kein Rettungsring ist, keine Leine, wenn keiner dich bemerkt hat, wenn niemand dich vermisst, dann sei froh, dass du niemals richtig schwimmen konntest. Und halt dich an die alte Seemannsregel: lieber sofort absaufen und runtergehen wie ein Stein, als Stunden später jämmerlich zu erfrieren. Aber ganz konnte ich das Leben doch nicht lassen. (Kurt Lanthaler: Azzurro)


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Suizidluft

Kasimir liebte die Arbeitstage; nur der Abend, die Feiertage, die Sonntagsunterbrechungen mit ihrer Suizidluft machten ihm zu schaffen. (Sibylle Berg: Vielen Dank für das Leben)



Springen

Die Tür war geöffnet worden, und ein Mann im Bademantel war langsam auf die Balkonbrüstung gestiegen. Die Absicht war eindeutig nicht frischluftschnappend, sondern suizidal. Unten erwartete ihn der unersättliche Asphalt des Parkplatzes. (Jörg Maurer: Felsenfest)


Dienstag, 25. März 2014


Franz Müntefering: "Sterben ist ein Teil des Lebens"

"... die Heroisierung der Selbsttötung ist von Übel. Es geht darum, Liebe zum Leben erfahrbar zu machen und Mut zum Leben zu bewahren, so absurd und verstörend es auch manchmal sein mag...

in einem Kurzinterview zum Thema Sterbehilfe in der Schweriner Volkszeitung (svz.de).


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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