Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 
Mittwoch, 28. Januar 2004


Autor droht mit Selbstmord (2)

Nach der vor drei Tagen gebrachten Meldung über einen Autoren, der für den Fall mit Selbstmord droht, daß seinem Buch nicht ordentliches Marketing widerfährt, berichtete BuchMarkt aktuell über dessen Entschuldigungsmail. Insgesamt läßt sich dem Autor gratulieren, hat er doch selbst erreicht, was er wollte: Aufmerksamkeit. Eine bessere Publicity konnte er sich nicht wünschen.


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Verein Freunde fürs Leben

Berliner Morgenpost vom: 24. 1. 2004:

Der Verein Freunde fürs Leben will junge Leute vor dem Suizid bewahren und Hinterbliebenen helfen, die einen geliebten Menschen durch Selbstmord verloren haben (...) Und doch bezeichnet Gerald Schömbs den Selbstmord als eines der letzten großen Tabuthemen in der Gesellschaft. Als 35-Jähriger hat es ihn wie ein Blitz aus heiterem Himmel getroffen, als seine Lebensgefährtin den Freitod wählte. "Nie wäre ich auf den Gedanken gekommen, dass sie lebensmüde ist", sagt er. "Sie war immer so fröhlich, wenn sie bei mir war." Er blieb allein mit seiner Trauer, unbeantworteten Fragen und auch Schuldgefühlen, vielleicht nicht genug für sie da gewesen zu sein. "Depressionen und Suizid waren bis zu jenem Tag im September 2001 für mich etwas völlig Abstraktes", bekennt er, "ich ging in den nächsten Buchladen und griff alle Titel, die etwas mit Depressionen und Selbsttötung zu tun hatten". Und je mehr er sich mit der Thematik beschäftigte, umso mehr reifte in ihm der Gedanke, mit seinen Kenntnissen als PR-Fachmann das Tabu zu beenden und besonders für junge Leute eine Aufklärungskampagne zu starten.
Berliner Morgenpost vom: 24. 1. 2004 [leider 2014 nicht mehr abrufbar]

www.frnd.de: Freunde fürs Leben - Informationen über Suizid - Freitod - Selbstmord - Depression


Dienstag, 27. Januar 2004


Abschiedsbriefe schreiben - aber richtig

Sie haben sich also entschieden, Selbstmord zu begehen? Ihrem Leben ein Ende zu setzten? Aller Verantwortung davon zu laufen? Ihren Gläubigern den Stinkefinger zu zeigen oder einfach nur den Ehepartner mit den Kleinen sitzen zu lassen? – Doch nicht zu voreilig den Fön in die Wanne schmeißen, den Schritt über den Abgrund wagen oder den 48 Stunden Vera am Mittag Marathon antreten, denn zu jedem guten Selbstmord gehört ein noch besserer Abschiedsbrief, ohne den der Suizidbegehende von Welt heutzutage keine Rasierklinge mehr an seine Pulsader lässt! Aus verschiedensten Gründen nimmt dieses letzte Beweisstück ihrer Existenz nicht nur einen wichtigen Punkt in ihren letzten Minuten unter den Lebenden ein, sondern stellt ein noch viel wichtigeres Objekt für die Zeit nach ihrem Ableben dar. [Weiter]


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Sonntag, 25. Januar 2004


Autor droht mit Selbstmord (1)

Ein Autor, der sich "Anna Roth" nennt, versucht auf besonders verrückte Weise, Medieninteresse für sich und damit sonst nicht zu erwartende Verkaufserfolge zu erzielen. Über Tausend Journalisten werden vor folgende Situation gestellt: "Anna Roth" hat ihnen angekündigt, sich am 4. März das Leben zu nehmen, wenn nicht bis dahin dieses Pseudonym bekannt ist und die in den letzten Tagen gleichzeitig von kleinen Verlagen auf den Markt gebrachten Bücher nicht verkaufsrelevant beworben bzw. ins Rampenlicht gerückt wurden. Da besagter Autor in der verbleibenden Zeit nicht auffindbar, das übliche Verfahren im Umgang mit potentiellen Selbstmördern also nicht anwendbar sein wird, hofft er, dass diese Aktion zu einem praktischen Erfolg wird. (...) Der Autor hat sich bewusst selbst dieses Ultimatum gesetzt. Das heißt, er ist wirklich nicht erreichbar, und wenn es nicht gelingt, einen erfolgsträchtigen "Rummel" zu veranstalten, am 5. März tot. Seine Verhältnisse hatten ihm diese "Alternative" bereits vorher "nahegelegt", aber er wollte noch einmal alle Hoffnung auf diese eine Chance konzentrieren. Mit einem Schlag möchte er nun Aufsehen erregen, um dann erfolgreich weiter schreiben zu können. [Mehr]


Samstag, 17. Januar 2004


Der Mann der Friseuse

von Patrice Leconte.


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Dienstag, 13. Januar 2004


Selbstmord in der Zelle

Englands schlimmster Massenmörder ist tot: Am Dienstag fanden Gefängniswärter Harold Shipman (57) in seiner Zelle – er hatte sich erhängt! Vor vier Jahren war Shipman zu einer 15-fachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden: Der Mediziner mit der großen Brille hatte 215 Patienten mit Morphin totgespritzt, meist allein stehende ältere Frauen. Das Gericht hatte entschieden: Shipman dürfe seine Zelle auf keinen Fall mehr als lebender Mensch verlassen. [Mehr]


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Sonntag, 4. Januar 2004


Stefan Zweig

Stefan Zweig - Aspekte zum Suizid: eine kleine Seite rund um den Doppelselbstmord von Stefan Zweig und seiner Frau 1942 im brasilianischen Exil.


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Donnerstag, 1. Januar 2004


"Doppelselbstmord zweier Polizisten"

Merching - Eine junge Polizistin und ihr befreundeter Kollege haben sich in der Neujahrsnacht im schwäbischen Merching mit der Dienstwaffe erschossen. Die Leichen der 22-Jährigen und des zwei Jahre jüngeren Beamten der Bereitschaftspolizei wurden am Donnerstagmorgen auf einer Wiese nahe einem Wohngebiet der kleinen Gemeinde gefunden. Die beiden Berufsanfänger waren ledig, aber nach Angaben der Polizei eng befreundet. Als Motiv gilt eine Beziehungskrise. Die Frau hatte sich die Tatwaffe zuvor in ihrer Dienststelle geholt. [Kölnische Rundschau]


Dienstag, 30. Dezember 2003


Nicht ausgeführt

Pete Townshend (57) wollte sich umbringen, als bekannt wurde, dass er im Internet Kinderpornos angeklickt hatte. Der "Who"-Gitarrist: "Wenn ich ein Gewehr gehabt hätte, hätte ich mich erschossen." Er war von der Justiz verwarnt worden. [X]


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Sonntag, 28. Dezember 2003


Keyserling: Dumala

"Die Galgenbrücke hat Rast einreißen lassen", sagte Werland. "Ja, es war Zeit", erwiderte Werner zerstreut. "Eine Gelegenheit weniger, sich aus der Welt zu befördern", meinte Werland, "aber Sie haben wohl keine Selbstmörder unter Ihren Gemeindekindern, was?" "Nein, Gott sei Dank." "Die Leute hier", fuhr Werland fort, "sind wie die kleinen Leute, die selten ins Theater kommen. Wenn sie mal ihren Platz bezahlt haben, dann bleiben sie bis zu Ende, wenn auch ein Stümper das Stück geschrieben hat und sie nur gähnen und sich ärgern müssen. Wir alle machen es wohl so." (Eduard Graf von Keyserling: Dumala, S. 102)


Samstag, 27. Dezember 2003


Hoeg: Fräulein Smillas...

Die Messer, die ich in der Wohnung habe, sind gerade noch so gefährlich, dass man damit Briefe öffnen kann. Eine Scheibe grobes Brot zu schneiden, geht bereits über ihre Leistungsfähigkeit. Für mich brauchen sie auch nicht schlimmer zu sein. An schlechten Tagen verfalle ich sonst nämlch leicht auf den Gedanken, daß man sich ja jederzeit im Bad vor den Spiegel stellen und sich die Kehle durchschneiden kann. Bei solchen Gelegenheiten ist es ganz angenehm, wenn man die zusätzliche Sicherheit hat, daß man sich beim Nachbarn erst ein ordentliches Messer ausleihen muß. (Peter Hoeg: Fräulein Smillas Gespür für Schnee)


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Freitag, 28. November 2003


Ohne Worte

Widrige Umstände...


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Donnerstag, 27. November 2003


Jonathan Brandis beging Selbstmord

Der amerikanische Schauspieler Jonathan Brandis hat nach Polizeiangaben Selbstmord begangen. Er sei bereits am 12. November gestorben, hieß es am Samstag in Los Angeles. [x]


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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