Freitod - Weblog zum Selbstmord
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Dienstag, 21. Oktober 2014


"Ich bin zwar nicht suizidal..."

aber depressiv, offensichtlich.

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Montag, 20. Oktober 2014


"Angst vor der Schnabeltasse"

Aus dem Spiegelbericht von Arno Frank über den Sterbehilfetalk bei Günther Jauch am 19.10.2014:

"Bettina Schöne-Seifert, Professorin für Medizinethik, brachte die komplette Sendung erfreulich resolut auf Kurs: "Wir müssen nur über passive Suizidhilfe reden." Aktive Sterbehilfe sei verboten, aus gutem Grund. Es gebe aber Patienten, die selbst nicht mehr in der Lage seien, ihrem Leiden ein Ende zu setzen.

Derzeit ist die Rechtslage in Deutschland unscharf: Das Töten auf Verlangen, also die aktive Sterbehilfe, steht in Deutschland unter Strafe. Die sogenannte Beihilfe zur Selbsttötung ist straffrei. Nicht verfolgt wird beispielsweise, wenn ein Betroffener eine tödliche Medikamentendosis zu sich nimmt, die ihm von einer anderen Person verschafft wurde.

Problematisch sei weniger der Gesetzgeber als das ärztliche Standesrecht, meinte Schöne-Seifert. Und das ist je nach Bundesland verschieden. Mancherorts droht einem Arzt, der Sterbehilfe leistet, der Verlust der Approbation - das mache die Sache "heikel und zu einer Zumutung für alle Beteiligten". Gefordert sind also ausnahmsweise mal weder "die Politiker" noch "wir alle", sondern die Ärzte."


Sonntag, 19. Oktober 2014


Tukur, Die Spieluhr 1 - Jean-Luc

"Er machte eine lange Pause, dann räusperte er sich und sagte, daß man ihn kurz nach Ende der Dreharbeiten in einer Waldlichtung bei Aumont gefunden habe. Er hatte sich in einer alten Linde erhängt..."

Ulrich Tukur, Die Spieluhr, Eine Novelle, S.77, List-Verlag 2014.


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Samstag, 18. Oktober 2014


"Children Who Lose a Parent to Suicide

More Likely to Die the Same Way" (2010) -
Studie des Johns Hopkins Children's Center
.

Die Ergebnisse sind hier unter dem Titel "Schweres Erbe Suizid" auf Deutsch zusammengefasst bei focus-online.de.

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Freitag, 17. Oktober 2014


"Einfach Schwimmen haben sie gesagt" (2)

Blog, Leben in einer psychiatrischen Klinik, in Literatur gegossen.

Zweites Kapitel - "Niklas":

"Ich hatte keine Ahnung, wie ich aufgewacht war. Ob nun die rote Schwester beim Türöffnen etwas wie “Guten Morgen! Visite!” gerufen hatte oder ob es ganz automatisch gegangen war, als die Fünf lang genug vor meinem Bett gewartet und mich angestarrt hatten..."


-> 1.

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Donnerstag, 16. Oktober 2014


"Freunde fürs Leben"



Vor nun schon mehr als 10 Jahren berichtete "bov" (Bov Bjerg) hier in freitod.antville über die Gründung des Vereins, der sich das Motto

"Mach' was!"

gegen Depression und Suizid auf die Fahnen geschrieben hat.

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Mittwoch, 15. Oktober 2014


"Suizid nach Suizidversuch"

ist der Titel dieser Dissertation von Matthias Pramschiefer aus dem Jahr 2007 (pdf, 140 S.).

Sie basiert auf einer 15-jährigen Nachbetrachtung einer Gruppe von (zunächst erfolglosen) Suizidenten, die im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt wurden, und stellt die Erkenntnisse in den Zusammenhang bis dato vorliegender Forschungsergebnisse.

Das Suizidrisiko ist danach insbesondere in den ersten zwölf Monaten nach dem ersten Versuch und nach der Beendigung einer (stationären) Behandlung besonders signifikant erhöht.

Die Zusammenfassung schließt wie folgt:

"Die ermittelte Suizidrate von 6,9% (n=18) für die Stichprobe (n=260) ist vergleichbar mit den Ergebnissen anderer Studien. Das Suizidrisiko der Stichprobe ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung Hamburgs ca. um den Faktor 15 erhöht. [...]

In der statistischen Analyse fanden sich signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen der suizidierten und der nicht suizidierten Personen vor allem für die Umstände des Indexsuizidversuchs mit einem höheren Suizidrisiko für die Personen, die mit einem Gelingen des Suizidversuchs gerechnet hatten, einen Abschiedsbrief verfasst hatten, persistierende Suizidabsichten schilderten und an einem chronischen Konflikt litten, die von den Untersuchern als ernsthaft motiviert eingeschätzt wurden und deren Suizidversuch als Ausdruck einer länger erlebten subjektiven Aussichtslosigkeit gewertet wurde.

Mit keinem höheren Suizidrisiko waren dagegen die Dauer der Suizidgedanken, die Methode des Indexsuizidversuchs, die Schwere eventueller Verletzungen und die Schwere der konsekutiven Vigilanzstörung verbunden.

Eine psychiatrische Vorbehandlung in der aktuellen suizidalen Situation und die Indikationsstellung für eine psychiatrische Weiterbehandlung durch den aufnehmenden Psychiater, als Hinweis auf die Bedeutung der psychiatrischen Morbidität, waren ebenfalls mit einem signifikant höheren Suizidrisiko verknüpft, die Art der psychiatrischen Erkrankung oder das Vorliegen eines Alkoholabusus dagegen wahrscheinlich aufgrund der geringen Gruppengröße ebenso wie die erfassten demographischen Faktoren nicht.

Die Förderung präventiver Strukturen, vor allem für die Phase der höchsten Gefährdung nach einem Suizidversuch mit den (aufgezeigten) erhöhten Risikofaktoren, sollte – nicht zuletzt angesichts der hohen gesellschaftlichen Relevanz des Themas Suizidalität auch in den Zeiten knapper werdender Ressourcen – unbedingt erhöht werden."


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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