Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 
Dienstag, 10. Januar 2017


"You saved my life ... by not taking yours."

Postsecret.com


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Montag, 26. Dezember 2016


"Wenn du dich umbringen möchtest, dann kannst du es auch erst morgen tun."

(frei nach "creezy")


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Montag, 28. November 2016


David Hamilton

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet in Ihrer Ausgabe vom 27.11.2016 auf Seite 22 unter Berufung auf AFP über den Tod des bekannten britischen Fotografen:

Nach Angaben von Karina Hocine, der Herausgeberin eines Buches der französischen Fernsehmoderatorin Flavie Flament, die ihm vorwarf sie sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben, was er bestritt, sei ihr gegenüber von "Suizid" die Rede gewesen.

Sie wird zitiert: "Natürlich sind wir hin- und hergerissen zwischen Entsetzen und Empörung, weil er der Justiz keine Zeit ließ, ihre Arbeit zu tun."

Erst am vergangenen Mittwoch, den 23.11.2016, berichtete faz.net noch über die Vorgeschichte, am Samstag über den Tod, allerdings ohne Suizidbezug.


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Sonntag, 27. November 2016


Suche per Kleinanzeige

Die Geschichte einer Journalistin, die "Dose" begleitet hat. www.tagesspiegel.de


Mittwoch, 16. November 2016


Jacques Mayol

Im Rausch der Tiefe überlebt, im Alter nicht mehr.


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Dienstag, 15. November 2016


"Unfreiwilliger Suizid"

ist ein Begriff, der stutzen lässt - je nach Standpunkt zur Frage der Willensfreiheit, insbesondere in depressiven Phasen...

Das könnte allerdings auch damit gemeint sein - vermutlich weren demnächst wohl hier die ersten Referrers mit dem Titel "Suizid durch Hühnchen" (oder muss es "Hähnchen" heißen?) eingehen... (via Zitterwolf).


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Freitag, 11. November 2016


Faust/Margarete - die Oper von Charles Gounod

"Erschöpft, traurig und einsam versucht der alte Faust vergeblich, sich das Leben zu nehmen. Wütend über seine eigene Angst vor dem Tod ruft er den Teufel herbei. Mephistopheles erscheint und bietet ihm Reichtum und Ruhm, doch Faust lehnt ab: Er möchte seine Jugend mit ihren Leidenschaften zurück..."

derzeit an der Staatsoper Stuttgart - mit ausgezeichneten Kritiken.


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Mittwoch, 2. November 2016


Collins, Blinde Liebe

Unser Freund wußte nicht, wie man sich mit einem Messer die Kehle ordentlich abschneidet. Sie brauchen mich nicht so finster anzusehen, Miß Henley, ich scherze nicht! Für einen Selbstmörder, mit einem Rasirmesser in der Hand, ist meistenteils etwas sehr günstig – er hat keine Ahnung von der Anatomie, und das ist auch bei Lord Harry der Fall gewesen. (Wilkie Collins: Blinde Liebe)


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Dienstag, 25. Oktober 2016


Melle, Selbstmordklinik

Die Schauspieler improvisierten täglich und boten Figurenaspekte und Plotfragmente an, die ich sofort aufnahm und nächtens umsetzte. Als Szenario hatte ich gegen manchen Widerstand eine Selbstmordklinik durchgesetzt, das "Haus zur Sonne", eine Institution, die sowohl staatliche Menschenabschaffungsanlage als auch utopische Wunscherfüllungsmaschine in sich vereinte. Jeder der "Klienten", denen das Privileg zuteil wurde, dort seine letzten Wochen oder Monate zu verbringen, sah etwas anderes in dieser als Klinik oder Reha-Maßnahme getarnten Selbstmordfabrik: eine Beautyfarm, ein Mekka der plastischen Chirurgie die eine, ein allumfassendes Strategiespiel der andere, ein großes, letztes Dating-Portal die dritte. Was jedoch allen Figuren klar war: Der Staat hatte die Kosten hochgerechnet, die die Menschen, welche aus eigener Kraft nichts mehr leisten konnten, in Zukunft noch anhäufen würden, und war zu dem Schluss gekommen, dass es humaner wie auch ökonomischer sei, eine Option anzubieten, die es ermöglichte, bei maximaler Wunscherfüllung freiwillig aus dem Leben zu scheiden. Simulationen waren dabei meist das Mittel der Wahl. Eine große Fiktionsmaschine war dieser Entwurf, eine morbide, launige Sci-Fi-Dystopie voller Hedonismus und Nihilismus. (Thomas Melle: Die Welt im Rücken)


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Freitag, 21. Oktober 2016


Mauriac, Der Jüngling Alain

Mama sah genau, daß ich litt. (...) Sie ahnte nicht im entferntesten, daß sie nie zuvor dem so nahe gwesen war, was für sie den Gipfelpunkt alles Unglücks bedeutet hätte; daß sie ihm nie so nahe gewesen ist wie zwischen den Augenblicken der Linderung, des Aufatmens, die mir immer noch vergönnt sind. Was ich hier schreibe, schreibe ich nur für dich, nicht einmal Donzac wird es lesen, denn es gibt nichts Schmählicheres, nichts Verächtlicheres, als zu behaupten, sterben zu wollen, und nicht zu sterben. Ein fehlgeschlagener Selbstmordversuch ist schon suspekt; aber nicht einmal imstande zu sein, es bis zu einem Fehlschlag zu bringen...! Besser, man verschafft den anderen nicht das Vergnügen, darüber spotten zu können. Während dieser gemeinsam mit Mama verlebten Wochen, in denen sie, selbst heiter und friedlich, mir alles zu erleichtern suchte und sich rührend bemühte, mich wenigstens bei Pilzen und Krebsen zum Essen zu bewegen, gelangte ich zu der Überzeugung, daß mich nur meine Unbeholfenheit vor dem Tod bewahrt hatte. "Du weißt mit deinen Händen nichts anzufangen", hat Mama mir oft vorgeworfen, "du würdest nicht einmal zum Gepäckträger taugen!" Nein, und nicht einmal dazu, mich zu töten. Die Lagune von la Techoueyre ist heute nicht mehr tief genug. Und was Gift anlangt... was kann man in einer Apotheke schon ohne Rezept kaufen? Zu feig, den Tod Anna Kareninas unter einem Eisenbahnzug zu suchen, zu feig, mich in einen Abgrund zu stürzen, zu feig, auf einen Abzug zu drücken... Das sonderbarste ist, daß das einzig Notwendige für mich, der Glaube an das ewige Leben, kaum ins Gewicht fiel. Wenn ich an die Definitionen des Kleinen Katechismus, an die Interdikte der Kasuisten denke, scheint es mir, als vernähme ich ein Gelächter, das sich darüber mokiert: Diese Dummköpfe stellen das freiwillige Verlassen der Welt einem Mord gleich... Erstens ist es nicht freiwillig, da uns dieser Drang eingepflanzt ist wie alles, was uns von der Gebut bis zum Tod nach und nach tötet. (Francois Mauriac: Der Jüngling Alain)


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Montag, 17. Oktober 2016


Donald Crowhurst

Weltumsegler ohne Aussicht auf Erfolg (Arno Frank auf Spiegel-Online.de) - und mehr bei Wikipdia.


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Donnerstag, 13. Oktober 2016


AlBakr macht sich selbst den Prozess:

"Terrorverdächtiger von Chemnitz beging in Gefängniszelle Suizid" - derstandard.at


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Mittwoch, 21. September 2016


Remarque, Die Nacht von Lissabon (2)

"Die Möglichkeit zum Selbstmord ist eine Gnade, deren man sich nur selten bewußt wird. Sie gibt einem die Illusion des freien Willens. Und wahrscheinlich begehen wir mehr Selbstmorde, als wir jemals ahnen. Wir wissen es nur nicht." "Das ist es!" sagte Schwarz lebhaft. "Wenn wir sie nur als Selbstmorde erkennen würden! Dann hätten wir die Fähigkeit, auch wieder von den Toten aufzuerstehen. Wir könnten mehrere Leben leben, anstatt die Geschwüre der Erfahrung von einer Krise zur anderen weiterzuschleppen und schließlich daran einzugehen." (Erich Maria Remarque: Die Nacht von Lissabon)


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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