Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 


Selbsttötungsvorsatz als Momentaufnahme

"Eine Fülle von Beobachtungen belegen die Tatsache, dass Suizidenten in hohem Maße ambivalent sind. Es gibt suizidale Phasen, die manchmal lange anhalten. Dann sind die Betroffenen vulnerabel. Das gilt auch im Angesicht fortgeschrittener unheilbarer Erkrankung.

Die instabile, Schwankungen unterworfene Situation ist in der Tat ein starkes Argument, um die organisierte Hilfe beim Suizid zu unterbinden, gleich ob das Angebot von Laien oder Ärzten unterbreitet wird.

Es geht [dabei] nicht um eine Bewertung des Suizids als solchem. Wohl aber um ein Veto gegen seine organisierte Förderung. Die gebotene Urteilsenthaltung setzt eine Rhetorik ins Unrecht, die die Assistenz beim Suizid als überfällige Befreiung aus selbstverschuldeter Unmündigkeit rechtfertigen möchte."

Stephan Sahm für faz.net.

Das deckt sich mit der Erkenntnis, dass sich akute Suizidversuche, -taten oder manchmal auch schon -gedanken offenbar häufig bereits dann und dadurch unterbrechen lassen, wenn es gelingt Betroffene in diesen Augenblicken anzusprechen, sie also durch Kommunikation mit einem Außenstehenden und neue Gedanken buchstäblich "abgelenkt" werden können. Die Ausweglosigkeit erscheint im Augenblick des Vollzugs und seiner Vorbereitung offensichtlich als innere "Tatsache" - relativiert sich aber unter Umständen (wieder), wenn es gelingt, eine Situation von einem anderen Standpunkt, am besten einmal gänzlich "neu" oder "von außen" zu betrachten.


 

das "rausholen"
das "entführen" in andere nichtsuizidale vorstellungswelten
ist mir schon bei mehreren gelungen
bei menschen
die sich einem externen agens ausgeliefert sehen
das schicksal das leben
beisst man auf den granit verfestigten wahns
auch naturverkitschungen wie "stirb und werde"
konstituieren scheinbare zwangsläufigkeiten
und dann wären da noch die "guten freunde"
die mir bei der beerdigung versicherten
"das haben wir nicht gewollt"
die konstruierte ausweglosigkeit
leute die vorgeben "den weg" zu kennen
die die ganz genau zu wissen vorgeben
wie es zu sein hat
ohne ansehn der person und ihrer situation
"guter rat" wie "freunde" können gift sein
soviel zu schwankend suizidalen
es gibt aber auch die
deren leben nur noch leiden ist
ohne aussicht auf linderung oder gar besserung heilung
für diese ist der tod erlösung
einem habe ich dabei geholfen
die unterscheidung ist oft kaum möglich
man muss sich auf die subjektivität des anderen einlassen
die welt mal mit anderen augen sehn
wenn dieses verständnis angenommen wird
kann man vorsichtig in kleinen schritten versuchen
in der umkehrung
den anderen in die lebensbejahende denke einzuladen
so jemand beide sichten kennt
sieht er eine alternative
das ist der erste schritt
sysiphos war kein glücklicher mensch
doch für eine seele die mir nah ist
bin ichs gern...

 [Verlinken] 

 

hm, gut gedacht und geschrieben.

 [Verlinken] 

 

Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

Hinweis in eigener Sache
Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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