Freitod - Weblog zum Selbstmord
[mit unsäglich origineller GIF-Animation]
 


Ratgeber für den intelligenten Homosexuellen zu Kapitalismus und Sozialismus mit Schlüssel zur Heiligen Schrift

"Was macht ein Mann und Familienvater, der sein Leben lang in der linken Gewerkschaftsbewegung aktiv war, am Ende seines Lebens mit seinem einzigen Besitz, dem Haus der Familie? Gus, der Held in Tony Kushners Familienepos, hat eine überraschende Lösung: um seine erwachsenen Kinder mit Geld zu versorgen, schlägt er vor, Selbstmord zu begehen und das Haus zu verkaufen. Allerdings sollen die Kinder zustimmen. Aus diesem Konflikt heraus entwickelt Kushner ein humorvoll gezeichnetes Panorama des modernen Bildungsbürgertums."

Von Tony Kushner - Kritiken.


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"Lohnarbeit und Liebesleid"

von Johanna Kaptein:

"Lohn und Liebe. Arbeit und Leid. Oder Lohn und Leid. Arbeit und Liebe. Oder eben: Lohnarbeit und Liebesleid. Von diesen Kombinationsmöglichkeiten und Wechselwirkungen erzählt Johanna Kaptein in fünf Minidramen, sogenannten Dramoletten: Im Mittelpunkt der Dramolette stehen: Der junge Mann, ein Sozio-Phobiker, der bei der Post im Verteilerzentrum arbeitet und an Verschwörungen glaubt. [...]

15 bis 20 Minuten Zeit gibt die Autorin dem jungen Mann, Natalie, Hubert W., dem Reichen und der Blumenfrau. Diese Viertelstunde entscheidet über Arbeit oder Arbeitslosigkeit, Liebe oder Hass und Leben oder Tod. Und dann sind da auch noch die Stimmen, die allen sagen, was sie zu tun haben: nämlich, sich umbringen. Der Tod als Ausweg aus Lohnarbeit und Liebesleid. Da lachen sich die Stimmen ins Fäustchen. Und werden ziemlich sauer, wenn ihre Anstiftung zum Selbstmord einmal nicht klappt. [...]"

Aktuell auch im Fokus von Spiegel Online.de (Anke Dürr).


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Büchner, Leonce und Lena

(Zweiter Akt, vierte Szene:)
Der Garten, Nacht und Mondschein:
[...]
Leonce: O Nacht, balsamisch wie die erste, die auf das Paradies herabsank! (Er bemerkt Lena und nähert sich ihr leise)
Lena: (spricht leise vor sich hin) Die Grasmücke hat im Traum gezwitschert - Die Nacht schläft tiefer, ihre Wange wird bleicher und ihr Atem stiller. Der Mond ist wie ein schlafendes Kind, die goldnen Locken sind ihm im Schlaf über das liebe Gesicht heruntergefallen. - Oh, sein Schlaf ist Tod. Wie der tote Engel auf seinem dunklen Kissen ruht und die Sterne gleich Kerzen um ihn brennen! Armes Kind, kommen die schwarzen Männer bald dich holen? Wo ist deine Mutter? Will sie dich nicht noch einmal küssen? Ach, es ist traurig, tot und so allein.
Leonce: Steh auf in deinem weißen Kleide und wandle hinter der Leiche durch die Nacht und singe ihr das Sterbelied!
Lena: Wer spricht da?
Leonce: Ein Traum.
Lena: Träume sind selig.
Leonce: So träume dich selig und lass mich dein seliger Traum sein.
Lena: Der Tod ist der seligste Traum.
Leonce: So laß mich dein Todesengel sein! Laß meine Lippen sich gleich seinen Schwingen auf deine Augen senken. (er küßt sie) Schöne Leiche, Du ruhst so lieblich auf dem schwarzen Bahrtuch der Nacht, daß die Natur das Leben hasst und sich in den Tod verliebt.
Lena: Nein, lass mich! (sie springt auf und entfernt sich rasch)
[...]
(Georg Büchner, "Leonce und Lena")


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"Selbstmord an Weihnachten"

Werther,
Lyrisches Drama von Jules Massenet, nach Goethe an der Frankfurter Oper
- hier besprochen von Michael Dellith.


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„Bitte öffnet den Vorhang“

"... die letzten Worte im letzten Stück von Sarah Kane, „4. 48 Psychose“. Sie war nicht einmal dreißig, als sie sich das Leben nahm, im Februar 1999."


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Geklaut beim Salbader
Geklaut beim Salbader

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Das Weblog Freitod definiert schon mit seinem Namen das Thema, das es enthält: Aspekte des Suizids sollen in gesellschaftlicher, kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht erörtert werden. Freitod ist ein kollaboratives Weblog, das allen registrierten Antville-Usern ermöglicht, sich zu beteiligen, indem sie entweder Einträge verfassen oder Kommentare zu den Einträgen schreiben können. Abgrenzend sei gesagt, dass nicht um Sinn und Daseinsberechtigung des Freitodes diskutiert werden soll und dass es sich auch nicht um ein Selbshilfeforum für Gefährdete oder betroffene Angehörigen handelt.

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Zuletzt aktualisiert: 10.01.2017, 10:38 Uhr
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